Ich liebe Bohnen und Buschbohnen ganz besonders. Im Anbau lassen sie sich prima kombinieren und brauchen nur wenig Platz und Pflege. Zudem kannst du sie lange ernten – wenn du auf ein paar Dinge achtest.
Sind Buschbohnen eigentlich out? Ich habe mich das neulich gefragt, als ich so durch die Kleingartenanlage radelte und dort vor allem die hohen Gerüste für die aufstrebenden Stangenbohnen sichtete. Buschbohnen… habe ich eher weniger entdeckt.
Eigentlich schade, denn die niedrig wachsende Phaseolus vulgaris var. nanus braucht sich nicht klein zu machen. Geschmacklich steht sie der rankenden Verwandtschaft, mit der sie im 16. Jahrhundert aus Süd- und Mittelamerika zu uns kam, in nichts nach. Finde ich zumindest.
Viele bunte Buschbohnen-Sorten
Vom Aussehen her machen Buschbohnen ebenfalls einiges her.
Die Hülsenfrüchte gibt es nämlich nicht nur in grün, sondern auch mit violetten, gelben oder rotgrün marmorierten Schoten. Ich mag es ja, wenn im Garten und auf dem Balkon etwas wächst, was es nicht oder nur selten im Handel gibt.
Hier eine winzig kleine Auswahl an Sorten, die auch in Bio-Qualität erhältlich sind:
- ‚Saxa‚: der Klassiker mit grünen Hülsen
- ‚Sanguigno 2‚: Ihre hellgrün-rot geflammten Hülsen verlieren beim Kochen allerdings den rote Marmor-Effekt.
- ‚Purple Teepee‚: Die violette Schoten werden beim Kochen ebenfalls grün.
- ‚Helios‚: Die Schoten sind gelb und leicht gekrümmt.
Warum Buschbohnen ideal für alle Gartenformen sind
Ein weiterer Vorteil ist die Größe.
Wie der Name es schon nahe legt, wachsen Buschbohnen eher buschig. Je nach Sorte und Platz werden die Pflanzen bis zu 60 cm hoch. Damit passen sie nicht nur problemlos ins Beet, sondern auch in den Kübel. Auch im Balkonkasten hatte ich schon Buschbohnen – kein Problem!

Außerdem lassen sich Buschbohnen prima in der Mischkultur mit vielen anderen Gemüsearten kombinieren.
Ich säe Buschbohnen gern zur Tomate, damit sie ihr den Fuß beschatten. Dank der Knöllchenbakterien können sich die Leguminosen selbst mit Dünger versorgen: Sie fixieren den Stickstoff im Boden. Und vielleicht bekommen die hungrigen Tomaten auch etwas ab.
Als „gute Nachbarn“ gelten unter anderem
- Bohnenkraut (natürlich!)
- Kohlarten wie Bremer Scheerkohl, Grünkohl und Kohlrabi,
- Kürbis-Gewächse wie Kürbis, Gurke und Zucchini,
- Salate.
Als „schlechte Nachbarn“ gelten unter anderem
- Allium-Gewächse wie Knoblauch, Lauch und Zwiebel sowie
- andere Hülsenfrüchte wie Erbsen wie Stangenbohne und Zuckerschote.
Buschbohnen lange ernten
Buschbohnen stammen aus wärmeren Regionen und vertragen keinen Frost. Sie werden daher erst nach den Eisheiligen – also frühestens Mitte Mai – direkt in die Erde gesät oder gepflanzt.
Das heißt aber nicht, dass dies der einzige Zeitpunkt für die Aussaat ist!
Buschbohnen kannst du nämlich nahezu den ganzen Sommer aussäen.
Einige staffeln die Aussaat ganz bewusst und säen jeweils im Mai, im Juni und Anfang August aus – je nachdem, wie gerade Platz im Beet oder im Kasten ist.

Zudem ist es ratsam, die Hülsen regelmäßig zu pflücken.
Das regt die Pflanze an, neue Blüten und natürlich dann auch Bohnen zu bilden – und wir haben dann immer was zu ernten!
Podcast-Folge zu Buschbohnen
Worauf es beim Anbau ankommt, woran du reife Buschbohnen erkennst und warum du sie nur gekocht verzehren solltest – das erfährst du in der Folge „Buschbohnen im Sommer anbauen“ im Garten-Podcast „Grüner wird’s nicht“.
Jeden Freitag sprechen wir ab 11 Uhr live auf Bremen Eins über ein Gartenthema. Du hast keine Zeit? Kein Problem: Die Folgen sind im Anschluss als Podcast auf bremeneins.de abrufbar.
Du willst lieber Lesen statt Hören?
In meinem Buch „Mein Stadtbalkon.Gartenglück auf kleinem Raum“ erfährst du ebenso alles Wichtige über den Anbau von Bohnen.
Und jetzt du!
Welche Bohnen-Sorte kannst du empfehlen?

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