Halloween hin oder her: Herbst ist für mich Kürbiszeit. Am liebsten mag ich den herrlich orangenen Hokkaido. Der schmeckt lecker und wächst so schnell, dass man ihm dabei fast zugucken kann. Am Wochenende habe ich ihn geerntet.

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Mein erster selbst gezogener Kürbis, ein Hokkaido.

Stolze 780 Gramm brachte der kleine Knubbel auf die Küchenwaage. Leider ein Einzelkind, da die übrigen beiden schon im Frühstadium von Schnecken angefressen und nach starken Regengüssen abgefault sind. :-(

Auch der zweiten Kürbispflanze erging es nicht besser: Der gerade mal faustgroße und völlig unreife Hokkaido wurde Mitte August von eifrigen Berufsgärtnern zertreten, die die Hecke im Hinterhof gestutzt haben. Seitdem versucht die Pflanze zwar tapfer, weitere Früchte zu produzieren, aber ich bezweifle, dass das noch was wird. :-(

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Die Kürbisse waren spät dran. Erst Ende Mai sind die Samen erst gekeimt.

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In der zweiten Juniwoche habe ich sie ausgepflanzt.

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20. Juli: Im Vordergrund der Kürbispflanze im Mörtelkübel, ganz hinten links die zweite im Reissack.

Zurück zum Einzelkind. Das hatte sich für seine Verhältnisse prächtig entwickelt. Zwar hatte die Pflanze im Mörtelkübel und drum rum genug Platz (die Ausläufer waren mehr als einen Meter lang!), aber leider stand sie im Schatten und bekam nur ein Mal pro Woche Flüssigdünger.

Kürbisse sind nämlich – wie auch Zucchini und Tomaten – eigentlich immer hungrig. Am wohlsten fühlen sie daher in unmittelbarer Nähe zur Nahrungsquelle: neben einem Kompost.

26. Juli: die erste Frucht. Sie habe ich nun auch geerntet.

26. Juli: die erste Frucht. Sie habe ich nun auch geerntet.

31. Juli: Kürbisse wachsen ungemein schnell...

31. Juli: Kürbisse wachsen ungemein schnell…

29. August: Eigentlich sieht der Kürbis schon reif aus. Aber er hörte sich noch nicht richtig reif an...

29. August: Eigentlich sieht der Hokkaido reif aus. Aber er hört sich so nicht an.

14. September: Wenn ein Kürbis hohl klingt, ist er reif. Endlich!

14. September: Wenn ein Kürbis hohl klingt, ist er reif. Endlich!

Aber immerhin hat das für einen Hokkaido gereicht. :-)

Gleich zu Anfang habe ich ihm eine Stütze aus Astgabel, Untersetzer und Brett gebaut, damit er nicht auf dem feuchten Boden aufliegt. Sonst könne sich an der Unterseite Schimmel bilden, hat mir eine Freundin erzählt. Und dieses Risiko wollte ich auf keinen Fall eingehen…

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Wenn der Stil unbeschädigt ist, kann man Hokkaido sehr lange lagern…

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… muss man aber nicht :-)

Hokkaido steht ziemlich weit oben auf der Liste meiner liebsten Gemüsesorten. Kein Wunder also, dass es abends Kürbisgemüse gab. Und das war so nussig-lecker, dass ich es echt bedauert habe, dass es in diesem Jahr sicherlich keinen Nachschlag geben wird.

Zumindest keinen selbst gezogenen…

Kategorien: Ernten

Mel

Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

4 Kommentare

Erntedank | Kistengrün · 7. Oktober 2014 um 9:08 am

[…] abessinischen Kohl und diverse Salate gab es immer wieder. Nicht zu vergessen auch den leckeren Kürbis und die riesigen […]

Hokkaido zum Anknabbern: Frische Kürbiskerne rösten · 10. Oktober 2016 um 1:33 pm

[…] Kürbisernte […]

Staubtrocken statt lecker: Wenn der Kürbis nicht schmeckt · 22. Oktober 2016 um 7:47 pm

[…] Verdacht, aber den wollte ich dann doch bestätigt wissen. Zumal ich bislang nur ein Mal selbst Hokkaido-Kürbis angebaut habe. Und das ist schon eine Weile […]

Herbstleckerei aus dem Ofen: Kürbis vom Blech · 6. November 2017 um 6:11 pm

[…] Ich habe das Rezept bislang immer nur mit Hokkaido gemacht – das erste Mal übrigens im Jahr 2014 mit dem selbstgezogenen aus dem Hinterhof. […]

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