Kistengrün

Trockener Hokkaido: Wenn der Kürbis nicht schmeckt

Jetzt ist Kürbis-Zeit! Doch irgendwie schmecken einige Hokkaido in diesem Herbst alles andere als lecker, findet Kistengrün-Leserin Christina. Sie wollte wissen, woran das liegt – und ich natürlich auch. 🙂

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Eines meiner liebsten Herbstgerichte: Kürbis aus dem Backofen.

Seit Jahren bereitet Christina Hokkaido im Backofen zu. Doch in diesem Jahr stimmt offensichtlich etwas nicht mit einigen Kürbissen, die sie gekauft hat.

„Können wir mal über die diesjährige Kürbissaison reden? Ich hatte in diesem Jahr schon mehrere versaute „Kürbis-im-Backofen-Gerichte“, weil einige der Dinger staubtrocken wurden“, schrieb sie neulich auf der Facebook-Seite von Kistengrün.

Christina ist nicht die Einzige, die diese Erfahrung gemacht hat. Auch Gesa hat schon einen unleckeren Kandidaten erwischt, von vier Suppen habe sie deshalb eine wegkippen müssen, kommentiert sie Christinas Post.

Andere Kistengrün-Fans wie Edy Ta können sich bislang nicht beklagen. „Aus meinem ersten Saisonkürbis ist leckere Quiche geworden, nix trocken“, meint sie.

Woher also kommen diese Unterschiede?!

 

Das Geheimnis eines saftigen Kürbis
Kuerbis14092014_kistengruen

Mein erster eigener Kürbis, anno 2014. 🙂

Eine Frage, die ich lieber Experten überlassen wollte. Christina und ich hatten zwar einen Verdacht, aber den wollte ich dann doch bestätigt wissen. Zumal ich bislang nur ein Mal selbst Hokkaido-Kürbis angebaut habe. Und das ist schon eine Weile her…

„Es ist tatsächlich so, dass bei der Kultur von Kürbissen eine gleichmäßige Bewässerung unabdingbar ist. Sonst passiert genau das, was Ihre Leserin als Erfahrung machen musste“, antwortete Hartmut Clemen, Landesfachberater und Leiter Beratungszentrum Flor Atrium des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen, auf meine E-Mail.

„Wir hatten einen schönen, doch zu trockenen Spätsommer, und wenn dann nicht gewässert wurde, werden keine gesunden Kürbisse geerntet“, so Hartmut Clemen weiter.

 

Ungenießbare Mischung
Die gelbe Blüte eines Hokkaido-Kürbis

Die gelbe Blüte des Hokkaido-Kürbis

Warum Kürbisse nicht schmecken, kann aber auch einen anderen Grund haben:

„Es könnte auch sein, dass der Kürbis nicht sortenrein war“, meint Heiner Bartels vom Kürbishof Bartels in Wennerstorf. „Bienen und Hummeln sind ja viel unterwegs. Wenn sie einen Speisekürbis zum Beispiel mit den Pollen eines Zierkürbis bestäuben, vermischen sich die beiden Sorten – und das Ergebnis kann ungenießbar sein.“

Und wie können wir die leckeren von den ungenießbaren Kürbissen unterscheiden?

„Optisch kann es zu Streifen auf den Kürbissen kommen“, schreibt Heiner Bartels. „Diese sind aber bei einem nicht ausgereiften Kürbis besser zu erkennen als bei einem voll ausgereiften Kürbis.“

 

Habt ihr auch eine Frage zum Balkongärtnern? Dann schreibt mir eine E-Mail oder eine Nachricht auf Facebook oder Twitter!

 

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6 Kommentare zu “Trockener Hokkaido: Wenn der Kürbis nicht schmeckt

    1. Mel Autor des Beitrags

      Hallo Renate,

      leider habe ich immer noch keine Ahnung, woran man die leckeren Kürbisse äußerlich erkennen kann – wenn das überhaupt geht.
      Aber ich denke nicht, dass Du Dir Sorgen machen musst!
      Die Kürbisse sind ja offensichtlich nicht giftig, sondern schmecken laut Christina einfach nur nicht. Ich habe bislang auch noch keine Niete erwischt.
      Also – nur Mut! Und wenn es nicht schmeckt, lieber wegkippen und mal im Laden nachhaken!

      Kistengrüne Grüße
      Mel

  1. Gesa

    Meine Kürbisse waren aus dem eigenen Garten und es kann wirklich sein, dass die Bewässerung nicht optimal war. Für nächstes Jahr weiß ich Bescheid!

    1. Mel Autor des Beitrags

      Hallo Gesa,

      ich wusste auch nicht, dass die Bewässerung eine solch große Rolle spielen kann. Man lernt nie aus! 🙂
      Drücke Dir die Daumen, dass es im kommenden Jahr besser wird – und dass nicht alle Kürbisse in dieser Saison hinüber sind!

      Kistengrüne Grüße
      Mel

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