Kistengrün

Anleitung zum Kisten bepflanzen

Immer wieder fragen mich Kistengrün-Fans, wie ich eigentlich meine Kisten bepflanze. Höchste Zeit also, euch meine Methode zu zeigen. Schritt für Schritt, zum Nachgärtnern.

Zwei Tomaten sind in eine grüne Bäckerkiste gepflanzt worden.

Frisch eingepflanzt: Zwei Tomaten.

Dass ich heute am liebsten in Kisten gärtnere, hat sich irgendwann ergeben.

Am Anfang waren auch bei mir ein paar Töpfe und Balkonkästen aus dem Baumarkt. Doch je mehr der Balkongarten und auch die Pflanzen wuchsen, desto größer mussten auch die Gefäße werden. Und das bedeutete auch: Sie wurden teurer.

Als ich in unserem Bio-Laden die grünen Plastik-Kisten entdeckte, war ich gleich begeistert. Sie bieten nicht nur viel Platz, sondern kosten mich praktisch nichts. Nur ein paar Euro Pfand – und die bekomme ich wieder, wenn ich die Kisten zurückbringe. 🙂

Viele Urban-Gardening-Initiativen gärtnern auch in Wein- oder Bäckerkisten. Letztere sind sogar noch größer, aber leider meist in rot – und irgendwie muss das Ganze ja auch noch zu Kistengrün passen, findet ihr nicht? 😉

 

Kisten bepflanzen – Schritt für Schritt

Man nehme:

1 saubere Kiste

1 Tageszeitung

Blähton

Erde

Sand

Hornmehl

2 Tomatenpflanzen

Wasser

 

So geht’s:

Kiste_(c)Kistengruen

Egal welche Kisten oder Kästen ihr bepflanzt: Sie müssen ausreichend Löcher haben, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

Staunässe mögen Pflanzen gar nicht!

 

 

Kiste_Papier_(c)Kistengruen

Zu viele und vor allem große Löcher taugen aber auch nicht, weil sich sonst die Erde verkrümelt. Daher lege ich den Boden und die Seite mit Zeitungspapier aus.

Für jede Seite nehme ich ein komplettes Buch, also mindestens zwei große Doppelseiten. Ich lege die Seiten so, dass sich die Lagen auf dem Boden überschneiden…

 

Kiste_Rand_(c)Kistengruen

…und am Rand ein paar Millimeter überstehen. Sicher ist sicher. Oft senkt sich das Ganze im Laufe der Zeit noch ein wenig ab…

 

Kiste_Blaehton_(c)Kistengruen

Anschließend bedecke ich den Boden mit Blähton. Die Drainage-Schicht soll Staunässe verhindern. Ihr könnt auch Kieselsteine verwenden. Die sind allerdings ziemlich schwer in großer Menge.

Wie viel Drainage notwendig ist? Schwierige Frage. Kommt auch ein bisschen auf die Höhe der Kiste an, finde ich. Mindestens zwei Zentimeter auf jeden Fall.

 

Kiste_Erde_(c)Kistengruen

Jetzt kommt die Erde.

Da mir die frische Pflanzerde aus dem Recyclinghof in der Regel zu fest ist, mische ich ein paar Hand Sand darunter. Das macht den Boden durchlässiger. 🙂

 

Kiste_Hornmehl_(c)Kistengruen

Auf halber Höhe gebe ich noch Hornmehl als Langzeitdünger dazu und arbeite sie leicht ein.

Die Menge hängt von der Erde ab und von den Pflanzen, die ich einsetzen will. Starkzehrende Pflanzen wie Erdbeeren, Tomaten oder Zucchini bekommen immer ein bisschen mehr mit. 🙂

 

Kiste_Erde2_(c)Kistengruen

Auch wenn das Wasser gut abfließen soll, sollte der Boden fest sein, damit sich die Pflanzen schnell verwurzeln.

Ich drücke die Erde leicht mit der Hand fest und lass die Kiste ein paar Mal auf den Tisch fallen… Vorsichtig natürlich. 🙂

 

Kiste_Pflanze_(c)Kistengruen

Jetzt wird gepflanzt!

Ich schüttle die Wurzeln immer ein bisschen auf, damit sie sich weiter verzweigen. Loch graben, Pflanze rein, Erde drauf und gut andrücken!

 

Kiste_angiessen_(c)Kistengruen

Und jetzt das Wichtigste: Ordentlich angießen – aber nicht alles auf einmal!

Ich gieße im Abstand von mehreren Minuten immer wieder in kleinen Mengen, damit sich der Boden gut vollsaugen kann.

 

Kisten bepflanzen: Zwei Tomaten einer grünen Bäckerkiste.

Fertig ist das Kisten-Garten-Beet!

Noch ein Tipp zum Schluss: Damit das Wasser gut unten aus der Kiste fließen kann, stelle ich sie nicht direkt auf den Boden, sondern leicht erhöht, zum Beispiel auf umgedrehte Übertöpfe.

Viel Erfolg! 🙂

 

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6 Kommentare zu “Anleitung zum Kisten bepflanzen

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