Kribbelt es euch auch schon so in den Fingern? Ein bisschen Zeit ist ja noch, bis ich mit der Aussaat beginnen werde. Neues Saatgut muss (!) ich dafür aber nicht in Unmengen kaufen. Und ihr bestimmt auch nicht.

Eine Holzkisten mit Gläsern, die mit verschiedenem Pflanzensamen gefüllt sind.
Normalerweise warten die Samen an einem dunklen, trockenen Ort auf die Aussaat.

Neulich hatte ich ja mal wieder einen intensiveren Blick in meine Saatgutkiste geworfen. Abgesehen von der vagen Frage „Was pflanze ich an?“ natürlich auch mit folgenden Gedanken:

Muss ich Samen nachkaufen? Was habe ich noch von der letzten Saison übrig – oder von der davor?

Saatgut wird bei richtiger Lagerung nämlich nicht schlecht, seine Keimfähigkeit nimmt nur im Laufe der Zeit ab.

Die Keimfähigkeit der Samen ist dabei von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich.

Saatgut von Erbsen, Bohnen, Dill, Schnittlauch und Petersilie geht gerade mal ein bis zwei Jahre lang gut auf. Aus Tomatensamen können sich hingegen auch noch nach fünf Jahren gesunde Pflanzen entwickeln!

Keimprobe machen lohnt sich!

Ein paar Samen auf einem angefeuchteten Tuch in einer Schale
Keimprobe für Zuhause

Um festzustellen, wie gut das Saatgut keimt, machen Profis eine Keimprobe.

Sie ist vor allem bei Gemüsesorten sinnvoll, die ihr direkt in den Garten oder auf dem Balkon aussäen wollt. Also unter anderem bei Salaten und Hackfrüchten wie Möhren, Roter Beete, Pastinaken und Schwarzwurzeln.

Wie eine Keimprobe funktioniert, habe ich neulich auch noch mal für einen Artikel für den dpa-Themendienst Garten recherchiert. Von den Gartenprofis habe ich mir dabei auch erklären lassen, wann der ideale Zeitpunkt für die Aussaat ist und was man bei der Anzucht von Gemüse auf der Fensterbank beachten sollte.

Der Beitrag ist inzwischen in einigen Zeitungen und auf einigen Online-Portalen erschienen.

Saatgut tauschen statt wegwerfen!

Verschiedene Tüten mit Pflanzensamen liegen bei einer Saatgut-Börse auf einem Tisch.
Auf der Saatgut-Tauschbörse

Als Balkongärtnerin brauche ich ja in der Regel nur einen Bruchteil der Samen, die in einem solchen Samentütchen stecken.

Weggeworfen wird der Rest aber nicht. Ich verschenke das Saatgut gern Freunde und Nachbarn oder tausche es gegen ein paar Samenkörner anderer Pflanzen ein.

Tauschbörsen für Saatgut gibt es in vielen Städten, als organisierte Gruppe in den sozialen Netzwerken – oder ganz spontan.

Solche Tauschaktionen sparen nicht nur Geld, sondern machen auch sehr viel Spaß.

Probiert es mal aus!

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Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

1 Kommentar

Gruß aus der Anzucht-Station! · 11. April 2017 um 5:53 pm

[…] und die erste Studentenblume. Das freute mich besonders, weil ich nicht mehr sicher war, wie keimfähig das Saatgut der Tagetes noch […]

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