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Kartoffeln

Oh, ich freu mich schon. Auf Brei. Auf Puffer. Auf einfach so in Schale. Mmmh… ich bin ein richtiger Kartoffel-Fan. Daher habe ihnen jetzt noch mal richtig was drauf gegeben.

Was ich drauf gegeben habe? Erde und Kompost natürlich. Davon können die Knöllchen angeblich nicht genug bekommen. In den letzten Tagen sind sie Dank der regelmäßigen Regengüsse noch mal richtig gewachsen, die geforderten 30 Zentimeter für die zweite Erdschicht waren innerhalb weniger Tage erreicht. :-)

Inzwischen sind in den beiden ausrangierten Reissäcken locker 60 Liter Erde verschwunden. Ja, ich weiß: Für das Geld hätte ich schon jetzt kiloweise Kartoffeln kaufen können. Selbst in Bio-Qualität. Aber manchmal muss man auch mal wieder was selber machen, damit man merkt, dass Essen nicht so einfach vom Himmel fällt. Dass da viel Arbeit, Schweiß und Geduld, Wissen und auch Glück drin steckt.

Und zwar nicht nur bei Kartoffeln. Ich frage mich immer öfter, wie Landwirte das machen, dass sie von dem leben können, was sie anbauen. Und vor allem verkaufen. König Kunde stellt schließlich Ansprüche: Nö, den Apfel will ich nicht. Der ist mit nicht rot genug. Und außerdem hat er da diese komische Stelle… Wer weiß, was das ist…

Am Ende wird der Apfel weggeschmissen.

Obwohl er lecker schmecken würde.

Aber er sieht nicht lecker aus.

Ich bin ja auch so. Nur in Ausnahmefällen kaufe ich Kartoffeln in diesen brauen Papier-Beuteln. Nicht nur, weil es mir meist zu viel ist. Auch weil ich nicht weiß, wie die Kartoffeln aussehen, die da drin sind. Ich will die Wahl haben, deshalb kaufe ich sie lieber lose.

Und wenn ich zwischen einer ebenmäßigen oder einer verwachsenen Kartoffel wählen kann, nehme ich die schönere. Ohne zu zögern. Weil die sich schneller schälen lässt – auch wenn ich meistens Pellkartoffeln machen will.

Eigentlich total bescheuert.

Ich bin ja mal gespannt, ob ich meine Kartoffeln auch so streng beäugen und sortieren werde. Wahrscheinlich nicht. Da habe ich ja nicht die Kartoffel im Sack gekauft – sondern sie selber angebaut.

Und da schaut man über die Makel einfach liebevoller hinweg.

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Kategorien: PflanzenSäen und pflanzen

Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

3 Kommentare

Kartoffelernte | Kistengrün · 12. August 2014 um 8:18 am

[…] Weil ich Kartoffeln so mag – und weil er erste Versuch im vergangenen Jahr (damals noch in einem großen Blumentopf auf […]

Balkongarten anlegen für Anfänger: Tricks zum Anbau von Gemüse und Kräuter auf dem Balkon · 3. März 2017 um 6:12 pm

[…] ist zwar eine nette Spielerei, Kartoffeln in einem Sack anzubauen, aber eigentlich sind sie fürs Balkongärtnern nicht geeignet: Sie brauchen einen offenen Boden […]

Kartoffeln auf dem Balkon anbauen: Tipps zu Anbau, Pflege und Ernte · 4. Mai 2018 um 1:55 pm

[…] Eigentlich erstaunlich, denn ich bin ein großer Kartoffel-Fan. […]

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