Schild

Tschüß, Rote Murmel. Goodbye, Golden Currant. Adios, Pantos. Als ich heute mein Gewächshauses öffnete, stieg mir der Duft des Todes in die Nase.

Scheiße. Scheiße. Scheiße. Das ging ja schnell. Gleich in der ersten Woche habe ich 18 potenzielle Tomaten- und Paprika-Pflänzchen um die Ecke gebracht. Ziemlich sicher. Tatwaffe: Schimmel.

Da musste ich gar nicht erst nachsehen. Der Geruch, der mir entgegenschlug, als ich den Deckel meines Mini-Gewächshauses anhob, war unverkennbar. :-( Rund um die Anzuchttöpfchen war dann auch ein leichter Flaum zu sehen. Iiiieh…

Dabei war gestern Abend noch alles in Ordnung. Also schimmelmäßig. Zwei Mal täglich habe ich das Plastikhaus auf der Fensterbank inspiziert. Vor allem natürlich um zu gucken, ob schon was wächst…

Gewächshaus

Schuld war bestimmt die hohe Feuchtigkeit; ich hätte die Töpfchen nach dem Aussäen nicht so stark wässern sollen. Und vielleicht war es auf der Fensterbank doch zu kalt, trotz Heizung.

Gut. Merke ich mir fürs nächste Mal. Wenn es denn eines gibt – mit diesen Töpfchen. So richtig überzeugt haben sie mich nämlich nicht. Auch im vergangenen Jahr hatte ich mit ihnen so meine Probleme. Als ich darin Tomaten und Paprika gezogen habe.

Aus Not und Wut – und weil die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt – habe ich nun die Erde samt Samen nach intensiver Begutachtung in eine Plastikschale umgefüllt und mit Frischhaltefolie abgedeckt. Keine Ahnung, ob da jetzt noch was draus wird…

Wenn nicht, gibt es halt in diesem Jahr keine Tomaten und keine Paprika. Fände ich ja sehr schade, weil die echt lecker waren.

Oder ich kauf mir später doch Pflanzen, die so groß sind, dass nichts mehr schief gehen kann sollte.

Das wäre für meine ambitionierte Gärtnerseele die Höchtsstrafe.

Ich bin echt frustriert. :-(

 

 

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Kategorien: Gartenleben

Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

8 Kommentare

CN · 11. Februar 2016 um 12:40 pm

Liebes Kistengrün, mit dem Schimmel, das ist echt deprimierend. Auf jeden Fall wiederholen und die Anzuchterde vor Gebrauch ein paar Minuten bei 600W in der Mikrowelle „dämpfen“. Alter Gärtnertipp, selbst probiert und getestet. Mit Erfolg.
Viel Erfolg im Gartenjahr. C.

    Mel · 12. Februar 2016 um 8:14 pm

    Hallo C,

    vielen Dank für den Tipp, ich werde das mal ausprobieren. :-)
    Allerdings muss ich dann im Backofen experimentieren – habe keine Mikrowelle. :-(

    Kistengrüne Grüße
    Mel

Keimzeit · 10. März 2014 um 2:12 pm

[…] Weil ich keine Zeit hatte. Weil ich arg verschnupft auf dem Sofa lag. Und weil mir das TPD, das Tomaten-Paprika-Desaster, noch ziemlich nachgegangen […]

Sämlinge der Hoffnung · 11. März 2014 um 5:40 pm

[…] nicht mal eine Woche ist seit dem Tomaten-Paprika-Desaster vergangen, nach dem ich Erde und Samen einfach in einen neuen Behälter geworfen habe. Ohne darauf […]

Die Tomaten sind reif | Kistengrün · 5. August 2014 um 9:31 am

[…] überhaupt noch eigene Tomaten ernten zu können. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Tomaten-Paprika-Desaster im März, gleich nach der Aussaat. Oder an die Frage, wann und wie ich die Tomaten ausgeizen […]

Tomaten säen | Kistengrün · 9. März 2015 um 5:51 pm

[…] der eher schlechten Erfahrung im vergangenen Jahr habe ich diesmal bei der Anzucht komplett auf das Minigewächshaus verzichtet. (Zugegeben: Es war […]

Die perfekte Kinderstube - Kistengrün · 9. Januar 2017 um 6:30 pm

[…] aus Torf gemacht, die mir über Nacht im Mini-Gewächshaus verschimmelt sind. Ich sage nur: Tomaten-Paprika-Desaster. Danach habe ich sie nicht wieder benutzt. Waren auch alle. Gott sei […]

Die perfekte Kinderstube ⋆ Kistengrün · 11. Mai 2018 um 8:02 am

[…] aus Torf gemacht, die mir über Nacht im Mini-Gewächshaus verschimmelt sind. Ich sage nur: Tomaten-Paprika-Desaster. Danach habe ich sie nicht wieder benutzt. Waren auch alle. Gott sei […]

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