Auf meinem Balkon treiben derzeit spitzschnabelige Räuber ihr Unwesen. Sie haben es auf die süßen, leckeren Früchte der Physalis abgesehen, auf die ich mich selbst schon seit Wochen freue. Unverschämtheit!

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Physalis in der herbstlichen Abendsonne.

Seit sich im Herbstlicht die grünen Kelchblätter der Physalis langsam bräunlich färben, läuft mir beim Rundgang im Balkongarten regelmäßig das Wasser im Mund zusammen: Endlich! Die Physalis werden reif! :-)

Morgens und abends zupfe ich vorsichtig an den lampionartigen Hüllen, die die orangefarbenen Beeren schützt. Und wenn die sich ganz leicht von der Pflanze lösen lassen, dann ist sie da, die Erntezeit! :-)

Okay, das klingt jetzt alles sehr pathetisch. Aber ich muss gestehen, dass sich die Andenbeeren in den vergangenen Wochen zu meiner Lieblingspflanzen auf dem Balkon entwickelt haben.

 

Ernteglück im zweiten Jahr?

Das liegt sicherlich auch an der Pleite im vergangenen Jahr, als die Physalis erst im Oktober (!) ernsthaft zu blühen begann – und die Früchte dann erwartungsgemäß mit dem ersten Frost erfroren. :-(

In diesem Jahr sah es wesentlich besser aus: Schon im Juli zeigten die beiden Physalis-Pflanzen vielversprechende Ansätze, die ich seitdem mit Argusaugen beobachte.

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Die Andenkirschen sind in diesem Sommer fast zwei Meter hoch gewachsen und tragen viele Früchte. :-)

Denn seien wir doch mal ehrlich: Die gekauften Früchte sind in der Regel nie so köstlich wie die selbst angebauten! :-)

 

Ganz schön angefressen…

Umso entsetzter war ich, als ich mir neulich die kleinen Löcher in der getrockneten Hülle näher anschaute.

Zunächst hatte ich mir nichts dabei gedacht, kann ja viele Ursachen haben, so ein Riss im Kelchblatt.

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Sieht doch eigentlich ganz harmlos aus, oder?

Von wegen!

Nicht nur die Hülle war beschädigt, auch die Beere hatte es erwischt!!

Angepickt, aber so was von!!!

Und das nicht nur bei EINER Andenkirsche!!!!

(An dieser Stelle müsste ihr euch jetzt ein sehr, sehr wütendes Emoticon vorstellen.)

!!!

!!!

!!!

UND DANN HABEN DIE NOCH NICHT MAL AUFGEGESSEN!!!!!

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Hatte nicht nur dem Aussehen nach was von Halloween, diese angepickte Andenbeere… Grrrr!

 

Gefiederte Wiederholungstäter

Ja, ich war nicht gerade erfreut über diese Entdeckung.

Dabei müsste ich doch inzwischen doch wissen, dass ich gefiederte Mitesser habe, die sich immer mal wieder über das frische Grün im Balkonkasten hermachen.

Vielleicht wollten sie mir auch den dezenten Hinweise geben: Ey, es wird wieder Zeit, dass Du das Futterhäuschen aufstellst!

Aber ganz ehrlich, das muss ich mir nach dieser Aktion noch ein bisschen überlegen. Ich lasse mir doch nicht von ein paar Meisen auf dem Schnabel… äh, auf der Nase herumtanzen!

Andererseits: Die paar Früchte, die sie mir dankenswerter Weise zum Naschen übriggelassen hatten, waren schon ziemlich lecker… :-)

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Kategorien: Vögel

Mel

Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

1 Kommentar

Rückblick: Kommt mit durchs kistengrüne Balkongartenjahr 2016! · 28. Dezember 2016 um 7:59 pm

[…] Physalis-Diebe im November […]

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