Eines der schönsten Dinge am Blogger-Leben ist es, Gartenblogger*innen und andere garten- und pflanzenbegeisterte Menschen kennenzulernen. Neulich war ich zu Gast in Bielefeld: Elke von ‚Günstig gärtnern‘ hat mir den Botanischen Garten und ihr eigenes grünes Paradies gezeigt.

Hauswurz in einer Gießkanne: Eine von vielen dekorativen Ideen.
Hauswurz in Gießkanne: Eine von vielen dekorativen Ideen von Elke von Günstig gärtnern.

//Transparenzhinweis: In diesem Beitrag nenne und verlinke ich ohne Gegenleistung ein Gartenblog. Sharing is caring! Die Fahrt nach Bielefeld habe ich selbst bezahlt. //

Ich muss zugeben: Bielefeld stand bislang nicht ganz oben auf der Liste an Orten, die ich unbedingt mal besucht haben muss. Bis ich Elke und ihr Blog kennenlernte. Seit dem Jahr 2010 schreibt sie auf Günstig gärtnern, wie man mit wenig Geld ein gerade mal „Gästehandtuch“ großes Stück Rasen (Zitat Elke) in einen naturnahen Garten verwandelt.

Abgesehen davon, dass Elke supernett ist und mich im vergangenen Jahr auch schon in Bremen besucht hatte: Dieses Paradies musste ich mir unbedingt mal live ansehen!

Botanischer Garten Bielefeld: Hingucker und Kuriositäten

Doch bevor es ihren Garten ging, machten wir einen Abstecher zum Botanischen Garten. Und der zeigte sich im sommerlichen Aprilwetter von seiner schönsten Seite: An den Trockenmauern sonnten sich Eidechsen auf den von der Sonne erwärmten Steinen – und verschwanden ratzfatz in den Nischen, wenn man ihnen mit der Kamera zu nahe kam.

Auch Hummeln und Wildbienen haben wir bei unserer Foto-Safari gesichtet. Mit Elke unterwegs zu sein, ist da echt ein Gewinn. Während ich gerade mal eine Hummel von einer Ameise unterscheiden kann, weiß sie genau, wen sie da vor sich hat. Und das binnen Sekunden. Echt beeindruckend!

Optisch gesehen haben mich im Schaugarten vor allem die verschiedenen Fächerahorn-Sorten mit ihrem filigranen, bunten Laub und ihren auf den ersten Blick recht unscheinbaren Blüten beeindruckt.

Den Höhepunkt an botanischer Verrücktheit aber hatte die Palisaden Wolfsmilch (Euphorbia characias subsp. wulfenii) zu bieten: Da wachsen doch tatsächlich inmitten von Blüten weitere Blüten. Faszinierend!

Günstig Gärtnern: naturnah und nachhaltig

Anschließend ging es dann zu Elke nach Hause – und endlich in ihren Garten! Ich muss sagen, ich war baff. Das Reihenhausgrundstück ist wirklich nicht gerade groß. Aber durch die geschickte Anlage hat sie es geschafft, unterschiedliche Lebensräume einzurichten und miteinander zu verbinden. Da soll noch eine*r sagen, nur große Gärten machen was her!

Den Nachmittag haben wir beide dann Kaffee trinkend und fachsimpelnd verbracht – immer mit dem Blick ins Grüne. Und dort konnten wir nicht nur faszinierendem Gras beim Wachsen zusehen, sondern bekamen auch einiges geboten: Die Sand- und Mauerbienen bauten eifrig an ihren Niststätten. Die Meisen entdeckten eine neue Futterstelle. Und Herr Aurorafalter wartete stundenlang, aber letztlich dann doch erfolgreich zwischen dem Wiesenschaumkraut auf seine Partnerin.

Was mich an Elkes Herangehensweise am naturnahen Gärtnern sehr beeindruckt, ist ihr Umgang mit den Gewächsen an sich. In jedem noch so kleinen Trieb, der achtlos weggeworfen wird, erkennt sie gleich eine neue, faszierende Pflanze. Und die zieht sie dann in kleinen Töpfen groß, pflanzt sie ein oder verschenkt sie. Auf diese Weise hat sie sich ein buntes Paradies geschaffen – und das mit ganz einfachen, nachhaltigen Mitteln.

Vielen Dank, liebe Elke, dass du mir die grünen Seiten von Bielefeld gezeigt und mich in deinen Garten eingeladen hast!

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Mel

Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

6 Kommentare

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Henni · 17. Mai 2019 um 5:12 pm

Was für ein schöner Beitrag! Immer wieder beeindruckend, wie viel Natur auch auf kleinem Raum sprießt und gedeiht… Und toll, dass es mit dem Eidechsen-Foto doch noch geklappt hat. :)

    Mel

    Mel · 17. Mai 2019 um 5:57 pm

    Vielen Dank, liebe Henni! Ja, es ist echt erstaunlich, was auch im Kleinen geht. Elke hat da echt eine kleine Oase geschaffen.
    Das Fotoshooting mit den Eidechsen war echt nicht so einfach – bis ich dann eine fand, die genug Geduld mit mir hatte. Oder Mitleid ;-)
    Kistengrüne Grüße
    Mel

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Elke Schwarzer · 17. Mai 2019 um 7:14 pm

Hallo Melanie,
danke für den tollen Artikel! Ich fand es schön, dass du warst und wir so lange im Garten gequatscht haben. Ist interessant, den Garten mit deinen Augen zu sehen. Mittlerweile ist die Erdnussbutter auch bei den Blaumeisen bekannt und wird eifrig benutzt. Die Wildrosen blühen und versuchen jetzt wirklich, Dornröschen aus mir zu machen, während die Raupen vom Aurorafalter am Wiesen-Schaumkraut mampfen. Ich freu mich schon auf Bremen!
Viele Grüße
Elke

    Mel

    Mel · 20. Mai 2019 um 9:21 am

    Hallo, liebe Elke,

    gern doch, das war ja auch ein wunderschöner Tag mit dir!
    Danke dir für das Update. Das ist echt super, dass die Erdnussbutter noch weitere Abnehmer gefunden hat. Ich werde die dann auch mal ausprobieren – allein schon, um die Vögel von der Insekten-Nisthilfe wegzulocken…
    Ich hoffe doch sehr, dass die Rosen dir ein kleines Schlupfloch lassen, denn ich freue mich schon auf deinen Besuch! Ansonsten schneide ich dich dann frei. ;-) Schick die Aurorafalter, wenn du Hilfe brauchst! Ich bin gespannt, wie sich die Raupen entwickeln. :-)
    Bis bald!

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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SchneiderHein · 18. Mai 2019 um 3:17 am

Guten Morgen Mel,
ja, ich muss zugeben, als ich irgendwann mal in den 80ern und dann nochmals in den 90ern in Bielefeld war, hatte ich nicht das Gefühl, dass sich dort ein nochmaliger Besuch lohnen würde. Allerdings die Bilder vom botanischen Garten erinnern mich etwas an den Berggarten in Hannover …
Schön auf diese Weise mal wieder von einer anderen Seite etwas über Elkes kleines ‚Günstig Gärtnern‘-Garten zu erfahren :-)
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
LG Silke

    Mel

    Mel · 20. Mai 2019 um 9:16 am

    Hallo, liebe Silke,

    ohne Elke wäre sich vielleicht auch nie nach Bielefeld gekommen ;-) Wenn ich mich recht entsinne, hat Elke erzählt, dass der Botanischen Garten neu gemacht wurde. Ob ganz oder teilweise – das weiß ich auch nicht. Und den in Hannover kenne ich (noch) nicht.

    Gestern hab ich mal wieder im Balkon gebuddelt: Die Tomaten durften endlich gepflanzt werden. So langsam entwickelt sich der Balkon wieder zu einem grünen Mini-Garten – aber natürlich kein Vergleich zu Elkes Paradies!

    Dir eine schöne Woche!

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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