Essbare Blüten bringen nicht nur Farbe und Insektensummen auf den Balkon. Sie bereichern auch unseren Teller. Wenn sie ausdrücklich für den Verzehr bestimmt sind.
Platz ist beim Balkongärtnern immer ein Thema. Oder besser gesagt: Platzmangel.
Daher wähle ich für den Balkon sehr häufig Pflanzen aus, die nicht nur schön aussehen, sondern auch noch weitere Nutzen haben. Einige haben zum Beispiel Blüten, die insektenfreundlich oder sogar für uns genießbar sind.
Idealerweise sogar beides!
Meine ersten essbaren Blüten
Blumen mit essbaren Blüten sind mir zum Glück schon recht früh in meiner Balkongarten-Karriere begegnet – unter anderem dank einer ebenso genannten Saatgutmischung.
Im Balkonkasten ausgesät, durfte mich den ganzen Sommer über eine leuchtend bunte Blütenpracht freuen, die auch bei den Insekten sehr gut ankam.

Ich dekorierte mit den Blüten Salate und nutzte sie für Blumen-Kräuter-Butter und bunte Eiswürfel. Im Herbst ließ ich Samen ausreifen, sodass ich im Folgejahr wieder neues Saatgut hatte.
Die Mischung mit einjährigen Pflanzen gibt es heute noch im Fachhandel und in Bio-Läden zu kaufen.
Darin enthalten sind in unterschiedlichen Anteilen
- Borretsch (Borago officinalis),
- Kornblume (Centaurea cyanus),
- Ringelblume (Calendula officinalis) und
- Speisechrysantheme (Chrysanthemum coronarium).
Das Thema essbare Blüten hat mich seither nicht mehr losgelassen. Und ich freue mich, wenn ein neues kulinarisches Highlight entdecken darf.
In meiner Kolumne „Ein Augenschmaus“ stelle ich dir einige davon vor.
Lebensmittel oder Zierpflanze?
Bevor du aber jetzt jede Blüte probierst, muss ich an dieser Stelle noch einmal betonen:
Nicht jede Blüte ist essbar. Manche sind von Natur aus giftig, andere ungenießbar – weil sie zum Beispiel mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde.
Richtig gelesen: Es gibt Kräuter und Blumen, die zwar grundsätzlich essbare Blüten tragen, aber nicht verzehrt werden sollten. Weil sie dafür vom Handel nicht gedacht sind.
Beispiel: Lavendel.
Lavendel kannst du in der Küche vielseitig einsetzen – zum Backen und für Tee, beispielsweise. Er kann aber auch nur als „Deko“ auf dem Balkon oder im Garten wachsen.
Je nachdem, ob der Lavendel für den menschlichen Verzehr bestimmt ist oder „nur“ als Zierpflanze, gelten verschiedene Vorschriften. Für Zierpflanzen gibt es in Deutschland „keine zulässigen Höchstgehalte“ bei Pestizidrückständen. Das hatte mir Ökotest für eine Recherche zu Lavendel mitgeteilt, die du im Beitrag „Lecker Lavendel?“ nachlesen kannst.
Daher die Empfehlung:
Verzehre nur essbare Blüten, die ausdrücklich als Lebensmittel gekennzeichnet sind!
Und jetzt du!
Welche essbaren Blüten magst du am liebsten?
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