Kartoffeln vom Blech ist eine der leckersten Varianten, wie man die Knollen zubereiten kann. Sie schmecken wie Kartoffel-Wedges, sind selbst gemacht aber viel günstiger als gekauft!

Bunte Kartoffeln in einer kleinen Kiste

Das sind sie: meine ersten Balkon-Kartoffeln!

Neulich war ja Feier- und Freudentag im BalkonGarten: Ich habe meine ersten bunten Kartoffeln geerntet. :-)

Die Ernte gab es noch am selben Abend: als leckere Backkartoffeln aus dem Ofen.

Ich liebe diese Art, Kartoffeln zu essen!

Das liegt sicherlich auch daran, dass ich bei Pommes schon immer die dickere Variante bevorzugt habe. Da steckt einfach mehr Kartoffel in dieser knusprigen Hülle! ;-)

Dennoch hat es Jahre gedauert, bis ich auf die Idee gekommen bin, keine vorgefertigten, tiefgefrorenen Schnitze mehr zu kaufen, sondern stattdessen frische Kartoffeln vom Blech selbst zu machen.

Das ist letztlich günstiger und auch der Zeitaufwand ist überschaubar – vor allem wenn man Bio-Qualität verwendet und die Schale einfach dranlassen und mitessen mag. :-)

 

Rezept für Kartoffeln vom Blech

Für mich stand es also außer Frage, dass auch meine frisch geernteten Rote Emmalie und Blaue Anneliese auf dem Blech landen sollen. Darauf hatte ich mich wochenlang gefreut!

Bunte Kartoffeln aus dem Backofen auf einem Teller

Ungewöhnlicher Anblick: bunte Backkartoffeln.

Das Rezept verrate ich dir gern – und lässt sich natürlich auch mit anderen Kartoffelsorten und mit Süßkartoffeln zubereiten.

Du brauchst:

  • 500 Gramm frische Kartoffeln, am besten Bio-Qualität
  • Sonnenblumen-Öl
  • Salz
  • Thymian oder Rosmarin
  • Backpapier

 

Kartoffel-Wedges zubereiten

Die Kartoffelspalten sind in wenigen Minuten vorbereitet.

Gewaschene Kartoffeln

Ich esse Kartoffeln am liebsten mit Schale. Die Erde schrubbe ich einfach ab.

  • Kartoffeln mit Wasser und einer Gemüsebürste schrubben. Du kannst sie natürlich auch schälen, wenn du die Schale nicht mitessen magst oder es keine Bio-Kartoffeln sind.
  • Je nach Größe die Kartoffeln halbieren oder vierteln. Wichtig: Die Spalten sollten etwa gleich groß sein, damit sie zur selben Zeit gar sind. Tipp: Kartoffeln an der Oberseite mit einem Messer einschneiden, dann sind sie schnell durch.
  • Backpapier auf das Backblech legen, damit sie nicht anpappen. Du kannst das Blech auch mit Öl einpinseln – so wie beim Rezept Kürbis vom Blech.
  • Die Kartoffeln nun so auf dem Blech verteilen, dass sie nicht übereinanderliegen, und mit etwa Öl bestreichen oder beträufeln. So bekommen sie auch oben ein knusprige Kruste. :-)
  • Nun geht es ans Würzen: Neben Salz verwende ich entweder getrockneten Thymian oder Rosmarin – je nachdem was gerade da ist. Entsprechend verändert sich das Aroma der Backkartoffeln.
  • Jetzt kommen die Kartoffeln bei 175 Grad Umluft oder 200 Grad Unter- und Oberhitze in den Backofen. Das Vorheizen spare ich mir. Je nach Dicke sind sie nach etwa 20 Minuten fertig – einfach mal zwischendrin mit der Gabel testen.
Vorsicht!
Beim Öffnen der Backofentür kann heißer Wasserdampf aufsteigen. Pass auf, dass du dich nicht verbrennst!
Bunte Kartoffeln vom Blech

So kommen die Kartoffeln in den Backofen.

 

Schnelle Dipps für Backkartoffeln

Kartoffeln vom Blech esse ich am liebsten einfach so. Sind die Kartoffeln sehr trocken, kannst du sie auch mit einem Dipp servieren. Hier sind ein paar Ideen:

  • Pur: Einfach ein paar Löffel Saure Sahne oder Creme fraiche – fertig!
  • Kräuter: Gebe zur Variante pur einfach frisch geschnittenen oder eingefrorenen Schittlauch oder Schnittknoblauch hinzu.
  • Avocado: Zerdrücke das weiche Innere einer Avocado mit einer Gabel und mische es unter die Saure Sahne. Eventuell mit Salz und Pfeffer würzen.

Guten Appetit! :-)

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Mel

Mel

Mel arbeitet als freiberufliche Journalistin und hat ein Herz für grüne Themen. Auf Kistengrün zeigt dir die begeisterte Balkon-Gärtnerin, wie du dir auf kleinem Raum ein grünes Paradies schaffst.

11 Kommentare

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Karin Lehnerts · 30. September 2018 um 11:11 am

Danke Dir sehr für Deine tollen Ideen… Das werde ich auch heute mit meinen Kartöffelchen aus den Balkonkästen machen. Ich bin gespannt…. Keona Karina

    Mel

    Mel · 1. Oktober 2018 um 10:18 am

    Liebe Karin,

    ich freue mich, dass du im Balkonkasten ein paar Kartoffeln ernten konntest. Immerhin war es besser, als die gekeimten Kartoffeln wegzuwerfen!
    Ich hoffe, sie haben lecker geschmeckt! :-)

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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Jörg · 7. Oktober 2018 um 6:48 pm

Hallo Mel,

wirklich eine sehr schöne Zubereitungsart, besonders für die eigene Ernte.
Habe es probiert und sehr genossen. Damit hat das interessante Balkonkartoffel-Experiment ein angemessenes Finale erlebt. Danke für die schöne Erfahrung!

Liebe Grüße
Jörg

    Mel

    Mel · 8. Oktober 2018 um 11:12 am

    Hallo Jörg,

    vielen Dank, ich freue mich sehr, dass dir das Kartoffel-Experiment Spaß gemacht und dir die Kartoffeln geschmeckt haben!
    Mal sehen, welches Experiment im kommenden Jahr ansteht. Irgendwelche Wünsche?

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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Gundula Geck-Grantz · 11. Oktober 2018 um 2:07 am

Ich habe zwar keinen Balkon sondern einen Garten. Viele Gemüse baue ich aber auch in Kisten und Kübeln an weil mit zum einen Platz fehlt und zum anderen das Ernten leichter ist. Was toll ist im Kübel ist der Knollenziest, man kann ihn den ganzen Winter ernten und er macht kaum Arbeit. Ich finde deinen Blog sehr interessant und finde hier tolle Tipps und Rezepte.

    Mel

    Mel · 11. Oktober 2018 um 8:26 am

    Hallo Gundula,

    vielen Dank, ich freue mich sehr, wenn ich ein bisschen beim Kübel- und Kistengärtnern weitehelfen kann! :-)
    Das Arbeiten und natürlich Ernten ist damit durchaus einfacher – allerdings wächst natürlich nicht alles so gut wie im Garten. Aber irgendwas ist ja immer! ;-)
    Knollen-Ziest klingt ja interesant, hab ich ja noch nie gehört! Wie baust du den an, wofür verwendest du ihn?
    Ich bin gespannt!

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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Gundula Geck-Grantz · 11. Oktober 2018 um 2:10 am

Die rote Emmalie will ich im nächsten Jahr auch anbauen. Bunte Kartoffeln sind schon etwas tolles. Aus dem eigenen Kübel schmecken sie gleich noch besser.

    Mel

    Mel · 11. Oktober 2018 um 8:28 am

    Hallo Gundula,

    bunte Kartoffeln sind echt super! Ich wünschte, es würden davon viel mehr im Handel angeboten. Die Leute wissen gar nicht, was ihnen entgeht.
    Die Rote Emmalie kann ich durchaus empfehlen, hat ganz gut geklappt im Kübel – auch wenn die Menge jetzt nicht so überragend war. Aber die Freude zählt und du hast recht: Aus dem eigenen Kübel schmecken sie viel besser! Und es gibt ja auch noch viel andere tolle, bunte Sorten… :-)
    Viel Spaß beim Kartoffelanbauen – und Ernten!

    Kistengrüne Grüße
    Mel

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Claudia · 2. November 2018 um 8:33 am

Hallo Mel,

was für eine schöne Balkonernte, und Backofenkartoffeln sind wirklich was ganz tolles.

Aber eine kleines Wort zur Kartoffelschale: Man soll sie auch wenn sie Bio ist nicht essen. Bekannt ist, dass an der Schale besonders viele Vitamine und Mineralstoffe eingelagert werden. Gleichzeitig konzentrieren sich aber an der Schale und besonders den Augen auch giftige Glykoalkaloide, vornehmlich Solanin.

Das dient dem natürlichen Schutz der Knollen vor Schädlingen. Da die Kartoffeln im Herbst eine dickere Schale haben als die Frühkartoffeln – was sie lagerfähig macht – ist hier die Konzentration noch höher. Das kann in der einfachsten Form zu Kopfschmerzen führen, in der stärksten sogar zum Tod durch Atemlähmung. Kinder, Schwangere und geschwächte Personen sollten die Schale keinesfalls verzehren.

Liebe Grüße
Claudia

    Mel

    Mel · 8. November 2018 um 12:52 pm

    Liebe Claudia,

    vielen Dank für den Hinweis!
    Ich bin ja meist zu faul zum Schälen, werde das wohl aber besser künftig tun.
    Danke dir!

    Kistengrüne Grüße
    Mel

Rezept: Leckeres Kräutersalz selber machen ⋆ Kistengrün · 21. Dezember 2018 um 5:30 pm

[…] finde ich, dass Verwendungszweck und Kräutersalz zusammenpassen. Da ich es gern für Dipps zu Backkartoffeln oder Ofengemüse nutze, verwende ich meist mediterrane Kräuter. Aber auch Bärlauch pur ist sehr […]

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